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Pfotenpflege bei Hunden

Pfotenpflege Hund

Pfotenpflege bei Hunden ist super wichtig und ist bei uns Teil der regelmäßigen Pflege-Routine. Neben dem regelmäßigen Eincremen, um die Pfoten vor Rissen zu schützen, gehört auch Krallen schneiden sowie Fell an den Pfoten kürzen dazu. Denn sonst kann es schnell passieren, dass der Vierbeiner beim Laufen beeinträchtigt wird.

Pfotenpflege bei Hunden

Zu unserer Routine für die regelmäßige Pfotenpflege gehören:

Krallen schneiden

Die Hundekralle besteht aus Horn und ist zu einem Großteil mit Leben gefüllt. Dort verlaufen Nervenstränge und Blutkapillaren. Man sollte daher nie zu weit schneiden. Leichter ist das Krallen schneiden, wenn der Hund helle Krallen hat, denn dann sieht man das Leben gut. Etwas schwieriger, aber immer noch machbar, ist es bei schwarzen Krallen.

Regelmäßig Krallen schneiden ist super wichtig, denn zu lange Hundekrallen schränken den Hund in seiner natürlichen Bewegung ein und können langfristig sogar zu Haltungsschäden führen. Wie oft man an die Krallen ran muss, ist je nach Hund unterschiedlich. Nalas Krallen wachsen beispielsweise nicht so schnell und laufen sich auch recht gut ab, Lottes Krallen hingegen wachsen wie Unkraut. Daher steht bei uns regelmäßig Krallen schneiden auf der ToDo-Liste.

Krallen schneiden ist an sich kein Hexenwerk, allerdings sollte man den Hund langsam dran gewöhnen und aufhören, wenn er in Panik ausbricht. Denn mit einem zappelnden Hund kann man den Hund – oder auch sich selbst – schnell verletzen. Also vor allem anfangs immer fleißig belohnen, sodass der Hund von Anfang an weiß, dass Krallen schneiden nichts schlimmes ist. 🙂

Krallenschere oder Krallenschleifer?

Bei Lotte nehmen wir eine Krallenschere, da sie helle Krallen hat, bei denen man das Leben gut sieht. Außerdem hasst sie das Geräusch des Krallenschleifers und da sie relativ dicke Krallen hat, bräuchten wir mit dem Schleifer doch ziemlich lange. Das macht Lotte trotz der besten Leckerlies nicht mit. 😀 Mit der Krallenschere ist alles schnell erledigt.

Nalas Krallen hingegen sind komplett schwarz und man sieht rein gar nichts vom Leben. Daher nutzen wir bei ihr den Krallenschleifer. Denn mit dem kann man sich langsamer ran tasten und kürzt nicht so endgültig, wie wenn man die Schere falsch ansetzt und knipst.

Anfangs haben wir zusätzlich mit der Handy-Taschenlampe auf die Kralle geleuchtet, dann kann man das Leben ein bisschen durchschimmern sehen und kann sich daran orientieren, um die Kralle zu kürzen. Mittlerweile haben wir ein gutes Gefühl entwickelt, wie weit wir kürzen können. Bei Nala kürzen wir allerdings weniger als bei Lotte, um sie auch wirklich nicht zu verletzten. Und das kam tatsächlich auch noch nie vor. 🙂

Leben in Krallen

Wenn das Leben in einer Kralle fast bis zur Krallenspitze geht, ist es an der Zeit für regelmäßige Krallenpflege. Indem man immer nur ein paar Milimeter der Kralle mit dem Krallenschleifer entfernt, bildet sich das Leben in der Hundekralle ganz natürlich immer weiter zurück (natürlich nur ein paar Millimeter vom Horn, nicht an das Leben ran schleifen). So kann man dafür sorgen, dass man langfristig gesehen auch wieder mehr von der Hundekralle wegnehmen kann, damit die Krallen den Hund nicht stören.

Übrigens – wenn man das Leben doch mal trifft, ist es in den meisten Fällen nicht so schlimm. Es blutet zwar erstmal recht stark und natürlich tut es dem Hund auch kurz weh. Wir haben leider bereits einmal bei Lotte Leben getroffen und ein anderes Mal hat sie sich selbst beim Flitzen im Wald ein gutes Stück ihrer Kralle abgerissen. Beide Male haben wir das Ganze desinfiziert und einen Verband drum gemacht, um die Blutung zu stillen. Ein paar Stunden später sah es schon wieder gut aus und geheilt ist es von ganz alleine. Bei Unsicherheiten am besten beim Tierarzt anrufen.

Haare unter und an Pfoten kürzen

Nach dem Krallen schneiden, geht es – vor allem bei Lotte – immer auch dem Fell an den Ballen an den Kragen. Denn auch an den Pfoten wächst Lottes Fell sehr dicht und lang. Irgendwann stört es sie auch selbst. Dann fängt sie nämlich an, an ihren Pfoten zu “knabbern”. Außerdem kann sich in dem langen Fell Dreck sammeln und es kann beim Laufen stören. Also gilt vor allem bei Hunden mit längerem Fell: ab damit.

Wir kürzen das Fell regelmäßig mit einer Nagelschere. Das ist gut möglich, weil Lotte und Nala still halten, wenn wir sie gleichzeitig mit Leckerlies bestechen. 😀 Ansonsten kann man auch eine Schere mit abgerundeter Spitze nehmen, so eine findet man beispielsweise in einem Verbandskasten.

Spröde Pfoten pflegen

Damit die Pfoten unserer Vierbeiner weich und gepflegt bleiben, gehört auch immer noch Pflege zum Programm. Vor allem im Winter, wenn die Wege gestreut werden, aber auch wenn der Hund viel über Asphalt läuft, sollten die Pfoten öfter gepflegt werden. 🙂

Hunde-Pfoten-Bad von Joveg

Zu unserer Pfoten-Routine gehört das Hunde-Pfoten-Bad von joveg Tierpflege. Da schwören wir wirklich drauf, denn es pflegt super und ist für unsere Hunde ideal. Nala schleckt Creme nämlich immer ab, egal, ob von ihren Pfoten, von Lottes Pfoten oder von uns. Das macht Pfotencreme etwas anstrengend, denn wenn Nala die Creme abschleckt, ist die Wirkung auch nicht die Gewünschte.

Lotte hingegen schleckt ihre Pfoten nach dem Eincremen zwar nicht ab, dafür hasst sie das Eincremen an sich. 😀 Ganz divalike jammert sie in einer Tour. An sich hat sie kein Problem damit, wenn wir ihre Pfoten anfassen oder massieren. Aber sobald wir dabei Creme an den Händen haben, ist der Spaß vorbei.

Das Pfotenbad löst all diese Probleme. Denn es handelt sich um Seifenspähne, die man einfach in warmem Wasser auflöst. Ich nehme dafür immer eine größere Tupperdose und löse das Pfotenbad darin auf. Die Pfoten sollen dann etwa eine Minute in das Bad gehalten werden. Nala stellt sich ohne Probleme einfach in die Tupperdose rein. 😀 Erst vorne mit den beiden Vorderpfoten, dann hinten mit den Hinterpfoten. Bei Lotte hingegen halte ich die Pfoten immer einzeln ins Wasser rein, das macht sie super gut mit. Notfalls ist es auch okay, wenn die Pfoten nicht genau eine Minute im Wasser sind. Und bei joveg Tierpflege selbst gibt es den Tipp, die Seifenlauge in eine Sprühflasche zu füllen und die Hundepfoten leicht einzusprühen.

Nach dem Pfotenbad werden die Pfoten einfach kurz leicht abgetrocknet. Beim Trocknen bildet sich dann auch gleichzeitig ein Schutzfilm. Die Pfoten sind richtig toll gepflegt und es bleibt nichts zurück, was den Hund dazu bringen würde, die Pfoten die ganze Zeit noch abzuschlecken. 🙂

Pfotencreme für Härtefälle

Wenn Nalas oder Lottes Pfoten noch mal mehr Pflege benötigen, dann greifen wir auch zu Pfotencreme. Bei Nala cremen wir dann immer etwas dicker ein und ziehen ihr im Anschluss kleine Söckchen an. Lotte muss einfach jammernd durch und danach ist auch alles direkt wieder vergessen. 😀

Unsere liebsten Pfotencreme ist die von Lila loves it. Sie enthält unter anderem Bio-Kokosöl, Ringelblume, Aprikosenkernöl und Lavendel, dadurch ist sie richtig gut pflegend. Auch von joveg Tierpflege gibt es eine Pfotencreme. Die haben wir selbst noch nicht getestet, aber da wir große Fans von den Hundeseifen und dem Hunde-Pfoten-Bad sind, bin ich sicher, dass auch die Pfotencreme super ist.

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